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Trinkwasser Know-How beim THW Havixbeck Drucken E-Mail
Montag, 21 Dezember 2009
Lehrgangsteilnehmer vor dem mobilen THW-Labor (links Bettin, rechts Schmidt)
Havixbeck. Im vergangenen Monat war die Ortsbeauftragte des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerkes (THW) Havixbeck Dr. Christiane Bettin viel unterwegs in Sachen Trinkwasser. Auf dem Plan standen dabei u. a. die Ausbildung der SEEWA-Laboranten, ein Sachkundelehrgang des DVGW und eine Arbeitsgruppensitzung des Umweltbundesamt in Berlin.

So fand Anfang November an der THW-Bundesschule in Hoya die Ausbildung der SEEWA-Laboranten durch Christiane Bettin statt. Neben Vorträgen über Wasseranalytik wurden an dem Ausbildungswochenende die umfangreichen Laborausstattungen überprüft, ergänzt und Packlisten für den internationalen Lufttransport geschrieben.

Die SEEWA, die Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland, wurde 2004 in den Dienst gestellt. Aufgrund ihrer Struktur kann das THW bei internationalen Katastrophen noch schneller auf aktuelle Gefahrenlagen im Bereich der Trinkwasserversorgung reagieren. Zu den Aufgaben der SEEWA zählen die Erkundung, die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Wasseranalyse, technische Beratung und die Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssysteme. Die jeweils neunköpfigen Einsatzteams sind mit modernster Ausstattung ausgerüstet und in der Lage, innerhalb weniger Stunden in ein Katastrophengebiet aufzubrechen.

Als Gastdozentin unterrichtet Frau Bettin mittlerweile seit 14 Jahren die THW-Helfer/innen im Bereich der Trinkwasseruntersuchung an der THW-Bundesschule in Hoya. In dieser Funktion nahm sie nun selber zusammen mit ihrem THW-Kollegen Dr. Heinar Schmidt vom Ortsverband Spandau, der ebenfalls als Gastdozent an der THW-Schule tätig ist, an einem Sachkundelehrgang des DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches) teil. „Entnahme von Trinkwasser für die Trinkwasseruntersuchung im Bereich Wasserversorgungsanlagen“ lautete der Titel des Lehrganges, der vom 10. - 11. November am Wassertechnologischen Institut in Wolfenbüttel stattfand. Selbst wir „alten Hasen“, so sagte Frau Bettin - haben Neues dazugelernt und sind durch unsere erfolgreiche Teilnahme nun auch „zertifizierte Wasserprobenehmer“.

Am 17. November nahm die Biologin auf Einladung der THW-Leitung als Beraterin an einer Arbeitsgruppensitzung im Umweltbundesamt in Berlin teil. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Bartel beschäftigt sich mit den Aufbereitungsstoffen und Desinfektionsverfahren, die im Bereich der Trinkwasseraufbereitung zugelassen sind oder werden. Im Rahmen der Sitzung wurde besprochen, welche Desinfektionsmittel und in welchen Mengen diese für die Trinkwasseraufbereitung im Katastrophenfall eingesetzt werden dürfen. Das Ergebnis wird im Juni 2010 in der sogenannten §-11-Liste nach der Trinkwasserverordnung veröffentlicht.

Interessante Erfahrungen habe sie während dieser drei Veranstaltungen rund um das Thema Trinkwasser gesammelt, so das Resümee von Frau Bettin.

Weiterführende Informationen findet man auf folgenden Internetseiten:

 

 
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